Zeugenvorladung – wie verhalte ich mich?

Wenn man von einem Gericht eine Zeugenvorladung erhält, stellen sich oftmals eine Vielzahl an Fragen. So zum Beispiel ob man einer solchen Vorladung nachkommen muss? Im nachfolgenden Ratgeber beleuchten wir das Thema ausführlich.

Vorladung sollte man nachkommen

Grundsätzlich muss man bei einer Zeugenvorladung wissen, man muss dieser nachkommen. Macht man das nicht, kann es je nach Verfahren gravierende Folgen haben. Diese Folgen können von einer Vorführung durch die Polizei, die Verurteilung zu einem Ordnungsgeld oder die Auferlegung der zusätzlichen Gerichts- und Anwaltskosten reichen. Einer Vorladung ist daher nachzukommen, eine Ausnahme gibt es nur, wenn man krank ist. In einem solchen Fall sollte man sich aber frühzeitig entschuldigen und ein ärztliches Artest einreichen.

Rechtliche Beratung ist erlaubt

Ist man sich hinsichtlich einer Zeugenvorladung unsicher, so kann ma sich anwaltlich beraten lassen. Natürlich muss man die Kosten für eine anwaltliche Beratung selbst tragen. Man kann sich als Zeuge auch von seinem Anwalt zur Verhandlung begleiten lassen. Dies kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn man sich hinsichtlich seiner Aussage und der Tragweite unsicher ist.

Keine Pflicht zur Aussage

Das man eine Pflicht zum Erscheinen bei einer Vorladung hat, wurde jetzt ausführlich dargestellt. Doch auch wenn man diese Pflicht hat, erstreckt sich diese nicht auf die Aussage. So kann man die Aussage durchaus verweigern. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die Aussage gegen ein Familienmitglied wie zum Beispiel seinem Kind, die Ehefrau oder die Verlobte richtet. In solchen Fällen kann man von seinem Verweigerungsrecht Gebrauch machen. Ebenfalls braucht man nicht auszusagen, wenn man sich wo möglich selbst einer Straftat beschuldigen würde. Über seine Rechte als Zeugen wird bei Gericht vor der Aussage von einem Richter hingewiesen.
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